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Das Institut

Das Erich Auerbach Institute for Advanced Studies bietet als zentrale geistes- und kulturwissenschaftliche Forschungseinrichtung den Mitgliedern der Philosophischen Fakultät den Ort, innovative Forschungskonzepte in Zusammenarbeit mit internationalen Forschenden zu entwickeln und interdisziplinäre Schnittstellen auszuloten. Es versteht sich als Ideeninkubator für die Entwicklung neuer interdisziplinärer geistes- und kulturwissenschaftlicher Forschungsansätze im Umgang mit gesellschaftlich relevanten Themen unter Berücksichtigung ihrer historischen Dimension sowie der mit ihnen verbundenen kulturellen Diversität.                       

Aufgabe

Die zentrale Aufgabe des Instituts besteht im Ausbau internationaler Wissenschaftskontakte und der Förderung des internationalen Austausches geisteswissenschaftlicher Forschung an der Universität zu Köln durch nachhaltige Vernetzung, Kooperations- und Nachwuchsförderung. Eine flexible Organisationsstruktur mit alternierender Leitung und unterschiedlichen thematischen wie regionalen Schwerpunktsetzungen trägt der Dynamisierung von Wissensgenerierung in den Geistes- und Kulturwissenschaften Rechnung. Gleichzeitig wirkt das Institut an der Erhöhung der Sichtbarkeit der geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschung im öffentlichen Raum mit.

Inhaltliche Schwerpunkte

Die inhaltlichen Schwerpunkte des Instituts liegen auf der Schnittstelle von kultur- und gesellschaftswissenschaftlichen Fragestellungen. Als interdisziplinäre Einrichtung trägt das Auerbach-Institut mit dieser Perspektivierung dem Umstand Rechnung, dass die Öffnung für kulturwissenschaftliche Fragestellungen im globalen Kontext die Fächer der Philosophischen Fakultät stärker an gesellschaftspolitische Problemkomplexe herangerückt hat. Hierzu gehören u.a. die Differenzierung von Konzepten kultureller Identität, die Folgen des medialen Wandels gesellschaftlicher Kommunikation, die Rolle und Funktion von Kunst und ästhetischen Theorien für die Reflexion sozialer und ökonomischer Prozesse sowie der Status und die Praxis von Kritik in veränderten Formaten von Öffentlichkeit. Ziel ist es, die gesellschaftspolitische Relevanz der kulturwissenschaftlichen Forschung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Leitfrage bildet die Reichweite der Humanities im globalen Zeitalter, die nach Maßgabe unterschiedlichen Jahresthemen am Institut ausdifferenziert und kritisch diskutiert werden soll. In seiner ersten Phase (2021–2024) wird das Auerbach-Institut von der Literaturwissenschaftlerin Anja Lemke geleitet. Durch sie wurden folgende Jahresschwerpunkte gesetzt:

2021: Zur Gegenwart des Zukünftigen 

2022: wirklich/möglich – Zum Verhältnis von Realität und Fiktionalität 

2023: Kultur und Ökonomie 

2024: „Welt“ – interdisziplinäre Annäherung an ein Begriffsfeld 

Regionaler Schwerpunkt

Der regionale Schwerpunkt liegt zunächst auf dem Ausbau der transatlantischen Zusammenarbeit mit nordamerikanischen Universitäten. Das Institut reagiert damit auf ein Desiderat der Philosophischen Fakultät, die Forschungskontakte in den angelsächsischen Forschungsraum (u.a. 28 Institutspartnerschaften) stärker zu vernetzen, bestehende Filiationen miteinander zu verbinden und weitere Kooperationen aufzubauen. Aktuelle Kooperationen finden sie hier.

Fellowprogramm

Das Auerbach-Institut vergibt i.d.R. dreimonatige Fellowships an internationale Forschende, die sich gemeinsam mit einem Kölner Partner/einer Kölner Partnerin bewerben. Die Fellows bilden für die Dauer ihres Aufenthaltes zusammen mit ihren Hosts eine interdisziplinäre Fellowgruppe. Durch die Tandem-Struktur kann die internationale Sichtbarkeit der kulturwissenschaftlichen Forschung an der Universität zu Köln erhöht werden, gleichzeitig ermöglicht die gemeinsame Arbeit am Jahresschwerpunkt die Entwicklung neuer internationaler Verbundforschungsthemen und -formate, die zur Grundlage weiterer gemeinsamer Forschungs- und Lehrkonzepte werden und die Nachhaltigkeit der Kontakte gewährleisten können.

Die Fellows präsentieren ihre Forschung gemeinsam mit ihrem Host im Rahmen der „Auerbach Lectures“ der Öffentlichkeit und diskutieren sie in gemeinsamen Kolloquien. Zudem stehen ihnen die Räumlichkeiten des Hauses und ein eigenes Gemeinschaftsbudget für weitere Tagungen, Workshops, Diskussionsveranstaltungen und Blockseminare zur Verfügung, um Forschung und Lehre enger zu vernetzen und die internationale Forschung der Fakultät in die Öffentlichkeit zu tragen. Das Auerbach-Institut bietet damit

  • einen Standort für internationale Forschende mit Arbeitsplätzen, gemeinsamen Foren und auch informellen Kontaktmöglichkeiten
  • eine internationale interdisziplinäre Forschungsplattform, aus der neue, langfristige, drittmittelgestützte Forschungs- und Lehrinitiativen hervorgehen
  • den institutionellen Rahmen für eine gezieltere Vernetzung durch die Zirkulation von Themen mit der Möglichkeit einer Partizipation an Veranstaltungen des Instituts auch für internationale Forschende in anderen Förderlinien (Humboldt, DAAD, DFG, BMBF usw.)
  • eine größere internationale Sichtbarkeit der kulturwissenschaftlichen Forschung

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