Marie Luise Knott | Auerbach Lectures 04.05.2026
Stimmen
Im Gastraum des Gedichts finden viele Stimmen Platz. Sie kommen womöglich ins Gespräch – untereinander, mit uns, mit der Sprache. Woher kommen sie?
Abstract
Im Gastraum des Gedichts finden viele Stimmen Platz. Die Dichtung, deren Überlieferung auf Oralität basiert, also von Mund zu Ohr weitergetragen wird, speist sich aus vielen Stimmen, es ist die Form, die jeweilige Gestalt des Gedichtes, die den Stimmen und den Erfahrungen dahinter, einen „Erscheinungsraum“ im Arendtschen Sinne bereitstellt. Denn Welt entsteht im Dazwischen. „Zitieren“ heißt, sich begegnen. Wo Zitate, Metaphern, fremde Rhythmen und Tropen die „eigene“ poetische Stimme bevölkern.
Ort & Zeit
Bibliothek Erich Auerbach-Institut, Weyertal 59 (Rückgebäude, 3. OG), 50937 Köln |
Montag, 04.05.2026 | 18:00 Uhr
Kontakt
Maximilian Kloppert
E-Mail: m.kloppert(at)uni-koeln(dot)de