Bei »Lacuna« handelt es sich um ein Projekt im Bereich künstlerischer Forschung. Es setzt bei den Arbeiten von Katharina Hinsberg an, die unter dem Titel ›Lacunae‹ seit 2008 entstehen und einen für Hinsberg wichtigen Werkkomplex darstellen. Allgemein möchte das Forschungsvorhaben im Rahmen eines interdisziplinären Dialogs von Katharina Hinsberg und Martin Endres ›Lacuna‹ als etwas erschließen, das als Begriff, Phänomen, Konzept und Idee in ganz unterschiedlichen Bereichen von Kunst und Wissenschaft auftaucht, in seinem ästhetischen (i.e. kunsttheoretischen und -praktischen) sowie begriffsgeschichtlichen und -theoretischen Potential (u.a. in Philosophie, Literaturwissenschaft, Linguistik, Kunstwissenschaft, Textkritik, Soziologie und Theologie) bislang nicht angemessen Aufmerksamkeit erfahren hat.
Katharina Hinsberg
Vita
Katharina Hinsberg ist 1967 geboren. Studium der Malerei an der AdbK München, der HBK Dresden, und der École des Beaux Arts Bordeaux. Stipendien u.a. der Akademie Schloß Solitude, der Kunstfonds, der Dieu Donée Papermill, NY, des MUKA Printstudios, Auckland, der Chinati Foundation, Marfa, Texas, der Cité des Art, Paris, der Kunststiftung Baden-Württemberg und der Kunststiftung NRW Katharina Hinsberg erhielt den Künstlerinnenpreis des Landes NRW, den Preis der Helmut-Kraft-Stiftung, den Dorint-Preis, sowie den Paper Positions Award. Einzelausstellungen zuletzt: Kunsthalle Mannheim, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kunstmuseum Villa Zanders, Bergisch Gladbach, Um Museum, Hwaseong, Südkorea, Kunsthaus Baselland, Kunstsammlung NRW, Düsseldorf. 2003 bis 2011 Professur für Zeichnen, HFK Bremen, seit 2011 Professur für Konzeptuelle Malerei an der HBKsaar, Saarbrücken.
Forschungsschwerpunkt
Drawing
Line Practices
Conceptual Drawing
Papercuts
Lacuna
Line and Space
Publikationen (Auswahl)
2025. Die Teile und das Ganze. Katharina Hinsberg, Liane Wilhelmus, Neunkirchen.
2022. Still Lines. Sabine Mainberger, Petra Oelschlägel, Katharina Hinsberg, Bönen.
2020. Vorzeichnungen eines Bildes, Bielefeld.
2019. Ich möchte eine Linie im Raum, Kunsthalle Göppingen, Wien/Hombroich.
2017. … sondern vom äußeren Saum, und selbst von der Farbe der Dinge, Kunstverein Konstanz, Wien/Hombroich.
2017. Fries/Friktionen. Microtribologie Centrum, Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik, Wien/Hombroich.